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30 Jahre Ökumenische Hospizhilfe

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30 Jahre Ökumenische Hospizhilfe in der ambulanten Hospizversorgung in Worms – dieses Jubiläum war ein besonderer Anlass, um gemeinsam innezuhalten und zu feiern. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche, Wohlfahrtspflege und Stadtgesellschaft waren der Einladung des Fördervereins gefolgt, um drei Jahrzehnte engagierter Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen zu würdigen.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Kathrin Anklam-Trapp, 1. Vorsitzende des Fördervereins Ökumenische Hospizhilfe Worms e. V., die Anwesenden. In ihren Worten wurde deutlich, wie sehr die Hospizarbeit vom Engagement vieler Einzelner getragen wird. „Seit 30 Jahren schenken unsere Ehrenamtlichen Zeit, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit. Dieses Engagement ist das Herzstück unserer Arbeit und verdient höchste Anerkennung“, betonte sie.

Ein geistlicher Impuls von Dompropst Tobias Schäfer und Dekanin Jutta Herbert erinnerte an die christlichen Wurzeln der Hospizbewegung. Jutta Herbert, die gemeinsam mit Schwester Beata Maria Haller und Dr. Walter Ferbert zu den Wegbereitern der Hospizarbeit in Worms zählt, blickte auf die Anfänge zurück und machte deutlich, dass der Grundgedanke bis heute derselbe geblieben ist: Menschen am Lebensende nicht allein zu lassen.

Im weiteren Verlauf sprach der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer und ordnete die Hospizarbeit in den gesellschaftlichen Kontext ein. Er hob hervor, wie wichtig verlässliche Strukturen und sorgende Gemeinschaften in Zeiten wachsender sozialer Herausforderungen sind. Auch Oberbürgermeister Adolf Kessel würdigte die Arbeit der Hospizhilfe und dankte den vielen Ehrenamtlichen für ihren oft jahrelangen Einsatz.

Lars Diemer, Direktor des Caritasverbands Worms, verwies auf die enge Zusammenarbeit der Träger – des Caritasverbands, des Diakonischen Werks, des evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau, der katholischen Gemeinde St. Nikolaus und des Fördervereins. Gemeinsam tragen sie die ambulante Hospizarbeit sowie seit 2022 auch das stationäre Hochstift Hospiz.

In einem Gespräch mit Dr. Ulrike Löffler, 2. Vorsitzende des Fördervereins und beratende Ärztin der ambulanten Hospizhilfe, kamen neben Jutta Herbert und Schwester Beata Maria Haller auch Vertreterinnen der aktuellen Arbeit zu Wort: Sarah Purpus-Menzel, Sabine Lincks und Karin Schmitt berichteten von ihren Erfahrungen in der Begleitung und in der Trauerarbeit. Derzeit engagieren sich 76 qualifizierte Hospizhelferinnen und -helfer in Worms.

Dr. Ulrike Löffler nutzte den Abend, um ebenfalls Dank auszusprechen: „Wir erleben seit vielen Jahren eine große Solidarität in Worms. Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern sowie unseren Kooperationspartnern, die unsere Arbeit ideell und finanziell unterstützen und damit erst möglich machen.“

Für den musikalischen Rahmen sorgten Professorin Olga Nodel und ihr Meisterschüler Kenta Nishino mit Werken aus dem klassischen Repertoire und verliehen der Feier eine besondere Atmosphäre.

Der Förderverein kündigte an, das Jubiläumsjahr mit weiteren Veranstaltungen zu begleiten. Zugleich bleibt die Hospizarbeit auf neue Ehrenamtliche und auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um auch künftig Menschen in Worms würdevoll begleiten zu können.